Meinen „täglichen Lohn“ verdiene ich zu einem großen Teil durch die Abwicklung von Projekten mit dem RedDot Content Management System. Obwohl es im Open Source Bereich durchaus sehr leistungsfähige Content Management Systeme gibt (z.B. Typo3, Drupal, etc.), so fällt in größeren Unternehmen doch häufig die Entscheidung auf eine lizenzpflichtige Software. Trotz hoher Lizenzkosten, ist dies sehr häufig auch die bessere Wahl, denn wenn man das optimale System für ein spezifisches Projekt gefunden hat, spart man erheblichen Implementierungs-Aufwand.
Ich arbeite nun schon seit 5 Jahren fast kontinuierlich mit dem RedDot-CMS und möchte dies zum Anlass nehmen, ein paar persönliche Erfahrungen dazu hier festzuhalten.

RedDot CMS ist ein lizenzpflichtiges Content Management System der RedDot Solutions AG (RedDot Solutions wurde Ende 2006 von Open Text gekauft) und wird vor allem für große Webseiten mit vielen statischen Inhalten und/oder in großen Firmenstrukturen eingesetzt. Es regelt die Erstellung, Kontrolle, Verwaltung und Archivierung von Web-Inhalten aus unterschiedlichen Quellen in beliebig vielen Sprachen. RedDot ist ein eigener Redaktions-Server, der von dem Webserver, wo die öffentlichen Webseiten liegen, getrennt arbeitet. Auf Basis von Layout-Vorlagen (Templates) werden mit dem CMS Seiten aufgebaut und die Struktur erstellt. Die Seiten werden dann auf den Webserver publiziert. Das RedDot-CMS generiert also statische Seiten auf den Webserver und hat mit dem Live-Betrieb der Webseite nichts mehr zu tun.
Redaktionsoberfläche „Smart Edit“Erfolgreich wurde RedDot vor allem durch die einfache Redaktionsoberfläche „Smart Edit“.
Mit der RedDot SmartEdit Technology können auch ungeschulte Mitarbeiter Websites, Intranets und andere Publikationen auf einfache Weise inhaltlich pflegen und ausbauen. Die intuitive Software-Oberfläche mit den roten Punkten lässt sich individuell anpassen und mit Berechtigungen für verschiedene Benutzer versehen.
Der RedDot Site Manager „Smart Tree“ ermöglicht es, auch komplexe Projekte systematisch und effizient auf- und auszubauen. Mit der übersichtlichen Baumdarstellung lässt sich immer der Überblick in den Web-Projekten bewahren und Änderungen können leicht über die Anzeige im Browser durchgeführt werden.
Mit dem Asset Manager lassen sich Bild-Dateien strukturiert ablegen, schnell wieder finden und einheitlich nutzen. Meta-Daten und Versions-Nummern erleichtern die Verwaltung aller Assets im Projekt. Liegt ein Bild nicht im gewünschten Format vor, kann der Autor z.B. den Bildausschnitt verändern und so die gewünschte Qualität auch ohne Unterstützung eines Grafikers erzielen. Ich würde allerdings generell empfehlen, nur fertig aufbereitete Bilder in den Assetmanager einzustellen, da die Bearbeitungsfunktionen nicht wirklich ausreichend komfortabel sind.
Eine Vielzahl weiterer Produkt-Module wie z.B. der Translation-Manager sind erhältlich.
Weitere Infos zum RedDot CMS über diesem Link.
Ich sage es direkt vorab: Ich bin mittlerweile ein echter Fan des RedDot-CMS geworden. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Software immer fehlerfrei und perfekt funktioniert. Auch RedDot hat seine Macken, aber wenn man die kennt, kann man damit recht gut umgehen. Es hat sich auch viel getan in der Entwicklung bis zur aktuellen Version 7.5 (April 2007).
Das CMS zeigt seine besonderen Stärken darin, dass neue oder vorhandene Websites sehr schnell im CMS implementiert werden können. Wie geht man dabei vor?
Es ist enorm wichtig, dass man vor der Realisierung ein vernünftiges Template- und Struktur-Konzept erstellt. Gerade im grundsätzlichen Aufbau kann man enorme Fehler machen und das ganze Projekt kann schnell vollkommen scheitern oder extrem zeitaufwändige Nacharbeit erforderlich machen, wenn es am Anfang falsch strukturiert angelegt wurde und/oder zu einem späteren Zeitpunkt in grundlegenden Punkten strukturell geändert werden muss. Das liegt daran, dass der Aufbau der Struktur der Website sehr frei und flexibel definierbar ist. Im Grunde ist das CMS nur ein sehr funktionaler Baukasten, der umfangreiche Werkzeuge und Rahmenfunktionalitäten zur Verfügung stellt. Die Form, wie man eine Webseite im CMS aufbaut und strukturiert, wie man die Templates gliedert und mit Redaktions-Elementen versieht, ist entscheidet dafür wie komfortabel das Projekt dann aufgebaut und gepflegt werden kann.
Die Templates werden im CMS sinnvollerweise in Gruppen wie Basistemplates, Navigationstemplates und Inhaltstemplates aufgeteilt. Jedes Template besteht aus dem HTML-Code des entsprechenden Seitentyps. Alle pflegbaren Inhalte und Links werden durch RedDot-Platzhalter ersetzt, wodurch sich dann auf Basis dieser Templates die entsprechenden Seiten erstellen lassen und an den Platzhaltern die Inhalte einpflegen lassen.
Mit Hilfe von Link-, Listen- und Container-Platzhaltern lassen sich Seiten und Fragmente verknüpfen und ineinander schachteln. An den Templates selbst können erstellte Navigationselemente, Links, Layout-Inhalte und Seiten-Fragmente automatisch vorbelegt werden, so das der Aufbau der Webseite sehr einfach und teilautomatisiert erfolgen kann. Hier wiederum ist muss von Anfang an sehr sorgfältig konzipiert werden, da man sich dann im weiteren Aufbau und zukünftigen Handling der Redaktion viel Arbeit sparen kann.
Die Templates können mit serverseitigen Scriptsprachen (VBScript, php, etc) mit dynamischen Funktionen angereichert werden. Hierdurch lassen sich viele zusätzliche Funktionalitäten zur Formatierung von Inhalten oder auch für den Redaktions-Prozess realisieren.
Seit Version 7 gibt es auch einen Navigation-Manager, der zwar noch ein paar Bugs und fehlenden Funktionalitäten hat, wodurch aber der Aufbau der Navigationsstruktur erheblich vereinfacht gestaltet werden kann. Unabhängig von der RedDot-internen Seitenstruktur kann damit ein Navigationsbaum erstellt und gepflegt werden. In der aktuellen Version (7.5) habe ich noch darauf verzichtet, aber ich bin sicher, dass mit den nächste Service-Packs und Updates die Nutzung des Navigation-Managers ein echter Gewinn sein wird.
Im Februar 2007 habe ich mich durch eine Prüfung bei RedDot zertifizieren lassen und darf mir damit den Titel „RedDot-Certified-Administrator 7“ anhängen.
Wozu eine Zertifizierung?
Nun, eigentlich bin ich erst mal sehr skeptisch wenn jemand eine „Bescheinigung“ für sein Know How aus der Tasche zieht. Denn natürlich ist ein Zertifikat nur ein „Schein“ und sagt nichts über das wirkliche „Können“ des Inhabers aus. Aber er ist eine Art Eintrittskarte, denn in unserer Gesellschaft der Awards, Auszeichnungen und Zertifikate kann man damit schnell einen Fuß in eine Tür stellen. Und natürlich muss man auch einen gewissen Level an Erfahrung haben um die Prüfung für das Zertifikat bestehen zu können, in so fern ist der Schein durchaus ein gewisser Hinweis auf Professionalität und Erfahrung.
Durch meine lange Erfahrung und Zusammenarbeit mit RedDot konnte ich mich im beschleunigten Verfahren über Mitarbeiterprofil und einer theoretische Prüfung zertifizieren lassen. Warum man dafür 600 Euro an RedDot zahlen muss, ist mir jedoch nicht ganz klar. Nun ja, im Verhältnis zu den Projektbudgets von RedDot-Projekten ist das dann ja wieder nur eine Kleinigkeit :-)
Ich arbeite als selbstständiger Consultant für RedDot-Projekte und bin immer auf der Suche nach interessanten Kunden und Projekten. Kontakten Sie mich! Ich bin sicher ich kann Sie im Aufbau Ihres RedDot-Projekts sehr effektiv unterstützen oder Ihr vorhandenes Projekt in vielen Punkten verbessern oder erweitern.
Weitere Informationen zu meinen RedDot-Dienstleistungen finden Sie hier.
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